5. December2024

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Kuck mal, wer da spricht: die Podcast-Funktion von Google NotebookLM. Wie sie funktioniert und was das KI-Tool generell so kann, erzählt Ihnen unser Kollege Natanael Hoza.

Was genau ist Google NotebookLM?

Ein experimentelles KI-Tool, das es seit Juni 2024 in Deutschland gibt. Es bietet einen Workspace, um Inhalte aus Textdokumenten und Websites zu organisieren und mithilfe von KI zu analysieren. Es ist praktisch dein „virtueller wissenschaftlicher Assistent“ mit Fokus auf Datenanalyse und -verarbeitung.

Warum wolltest du genau dieses Tool ausprobieren?

Ich habe von einigen Experten und Expertinnen gehört, dass es besonders gut im akademischen und geschäftlichen Bereich abliefert. Dann kam das Audio-Overview-Feature raus, mit dem aus bestimmten Quellen automatisch eine Podcast-Folge erstellt werden kann, und ich wollte das direkt mal testen. Funktioniert im Moment nur auf Englisch, aber klingt schon echt stark!

Welche Erfahrungen hast du bisher mit NotebookLM gemacht?

Generell ist die Software sehr akkurat, die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet und es lässt sich effizienter arbeiten. Ich sehe den Vorteil vor allem für User und Unternehmen, die Google Workspace aktiv verwenden, weil alles vernetzt ist. Aber auch für alle anderen kann es nützlich sein.

Gibt es ähnliche Tools? Welche Vor- oder Nachteile haben die?

Ja z.B. NotebookLlama von Meta als Open-Source-Lösung. Das kam kurz nach Google NotebookLM auf den Markt. Zurzeit kann es aber nur PDFs analysieren und ist noch nicht so weit wie Google. Was Text-Audio-Konvertierung angeht, sind die Top Player: Podcastle, ElevenLabs, Descript, Adobe Podcast.

Wie sieht es rechtlich aus mit der Erstellung von Podcasts durch KI?

Die klassische Datenschutz-Frage. Die Rechtslage ist in der EU noch nicht vollständig geklärt, aber wir wissen, dass KI-generierte Audiodateien keine Urheberrechte verletzen dürfen und den Vorgaben der KI-Haftungsrichtlinie der Europäischen Kommission entsprechen sollen. Die Verantwortung dafür liegt also auch bei uns Nutzer und Nutzerinnen.

Gibt es schon öffentlich zugängliche, KI-generierte Podcasts?

Ja, es gibt ein Projekt der Firma Play.ht, bei dem ein KI-generierter Podcast erstellt wurde, in dem Steve Jobs mit dem Podcast-Star Joe Rogan „spricht“. Sowohl die Stimmen als auch das Skript wurden vollständig mit KI generiert.

Was siehst du als den größten Meilenstein bei der Entwicklung von KI-generierten Podcasts? Und welche Auswirkungen könnte das in Zukunft haben?

Positiv sehe ich die erhöhte Kreativität und die neuen Möglichkeiten für Content-Ersteller und -Erstellerinnen sowie die schnellere und kostengünstigere Produktion von Audioinhalten. Negativ ist ganz klar die Erstellung und Verbreitung von Fake News. Es ist wichtig, damit verantwortungsvoll umzugehen. Am Ende hängt alles davon ab, wie wir persönlich damit umgehen und was wir für richtig halten.

Der Arbeitsmarkt für Sprecher und Sprecherinnen als auch Podcaster kann sich verändern, ähnlich wie in der Filmbranche und den KI-generierten Videoinhalten – nicht negativ oder positiv, sondern einfach anders werden. Wie das aussehen kann und welche Möglichkeiten KI im Audio-Bereich bereits bietet, das haben wir schon einmal in einem Artikel zu KI-Stimmen für Sie aufbereitet. Klingt spannend, oder?

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